Ist das alles, liebes Belfast?

Unweit von Belfast stiess ich auf folgendes Schmuckstück, welches allerdings Privateigentum ist. Ich wüsste zu gern, wessen…

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Auch sonst war die Landschaft sehenswert:

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Belfasts „Big fish“, ein Kunstwerk aus dem Jahre 1999: :

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Spektakulär an Belfast ist vermutlich seine Geschichte – und nur diese! Ich gebe es zu: Es ist nicht die beste Idee, vier Wochen in Dublin zu verbringen, sich in die Stadt zu verlieben und dann für ein paar Tage nach Belfast zu reisen! Belfast kann in diesem Spiel wirklich nur verlieren. Dennoch ist die Geschichte auch für Nicht-Historiker äusserst interessant. Wie ihr ja wisst, haben sich die Rivalitäten zwischen Katholiken und Protestanten bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts abgespielt. Eigentlich sogar bis hin ins Jahr 2000. Jedenfalls kann man in einer sogenannten „Black Taxi Tour“ in die heute noch abgetrennten katholischen und protestantischen Arbeiterviertel fahren. Diese Geschichte ist so prägend, so omnipräsent und so bedrückend, dass einem fast der Atem stockt. Ich war zudem auch sehr gerührt. Die Viertel sind jedenfalls beide voller Wandmalereien, die an bestimmte Ereignisse, wie z.B. Kampfhandlungen, Hungerstreiks, Tötungsdelikte etc. in den letzten 30 bis 40 Jahren erinnern sollen. Hier ein solches Beispiel aus dem katholischen Viertel:

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In obiges katholisches Viertel, welches von der „Peace Wall“ (siehe nächstes Foto) umzingelt ist, kommt man, wenn man ein Tor passiert. Ja, das ist mein Ernst. Es sei nicht so, dass man das katholische Viertel abschirme oder einsperre, wie man mir mitgeteilt hat. Die „Peace Wall“, welche zwischen 1969 und 1998 errichtet wurde und eigentlich nur sechs Monate hätte stehen sollen, solle nicht diesen Eindruck vermitteln, dass man das Viertel einkreisen wolle. Es sei eben Teil der Geschichte und die sei, wie sie eben gewesen sei. So hat man mir das erklärt. Mich hat das sehr berührt. Hier die „Peace Wall“:

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Übrigens: Habe ich mich ernsthaft über das schreckliche Wetter in Dublin genervt? Das ist lächerlich! Da war ich ja noch nicht in Belfast! Hier kann man das schon gar nicht mehr Wetter nennen! Es ist WIND. Nur WIND. Fertig. Nein, im Ernst. Wäre ich nicht sowieso schon erkältet, hätte ich mir heute ganz bestimmt eine Erkältung zugezogen. Ich weiss nicht, wie man sich an diesen Wind gewöhnen kann. Ich habe mir heute – am 21. Juni – ernsthaft meine Ohrwärmer gewünscht! So viel dazu.

Wenn man in Belfast ist, gibt es neben der Geschichte, die wirklich sehr spannend ist, und dem Big Fish noch genau ein Muts-See, und zwar das im Jahr 2012 eröffnete Titanic Museum. So sieht es von aussen aus:

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Das Museum ist sehr beeindruckend. Es ist super modern gestaltet, interaktiv, mit ganz verschiedenen Gadgets usw. Sogar eine kleine Bahn gibt es!  Ich glaube, man hat ein wirklich modernes Museum für Gross und Klein erschaffen wollen und das ist definitiv gelungen! Mit 15 Pfund Eintritt zahlt man zwar genug – aber man verbringt dort mindestens drei Stunden, was bei diesem Hundewetter ein perfekter und erst noch sinnvoller Zeitvertreib ist!

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