Ungeahnte Schätze des Balkans

„Wo verbringst du deine Sommerferien?“ „In Bosnien und Montenegro.“ „Was willst du denn dort?“ So ungefähr waren die Reaktionen auf mein Vorhaben, einen Raodtrip in Bosnien und Montenegro zu machen. Ich stiess stets auf viel Unverständnis. Warum auch immer. Ist es noch der Krieg – 20 Jahre nach dessen Ende –, der unser Denken noch beeinflusst? Wir kennen Menschen aus dem Balkan, aber wir kennen den Balkan nicht.

Genaugenommen wissen die meisten Menschen gar nicht, was genau der Balkan ist. Der Balkan ist historisch gesehen jener Teil Europas, der einst teilweise über 500 Jahre unter dem Joch des Osmanischen Reiches war. Es ist purer Zufall, dass die Osmanen im Jahre 1529, als sie vor den Toren Wiens standen, Wien nicht eingenommen haben. Sonst wäre wohl auch Österreich Teil des Balkans – zumindest historisch gesehen. Jedenfalls können historisch folgende Länder während der grössten Ausdehnung des Osmanischen Reiches gegen 1481 unter den Balkan subsummiert werden: Bosnien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Serbien, Bulgarien, Mazedonien und die heutige Türkei. Dies gilt aufgrund der geographischen Ausdehnung des Balkangebirges auch in geographischer Hinsicht. Das wäre also der Balkan.

Ich habe mir also zwei Länder des Balkans vorgeknöpft: Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro. Ich möchte euch nicht mit historischen Details langweilen, aber Tatsache ist, dass das Gebiet so historisch geprägt ist, dass man gar nicht wegschauen kann. Kulturell bedeutet das, dass Bosnien das heterogenste Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches ist, was sofort offensichtlich ist: Man ist umgeben von Moscheen mit Minaretten, von serbisch-orthodoxen sowie von katholischen Kirchen. Es ist ein wahrer Mix von Kulturen, auf den man dort trifft. Meine Highlights seht ihr in der folgenden Fotostrecke:

Nationalpark Vrelo Bosne bei Sarajevo:

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St. Galler Bus in Sarajevo:

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Sarajevo von oben:

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Ein ganz normaler Donnerstagabend in Sarajevo:

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Konjic:

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Mostar:

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Blagaj:

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Dervischkloster in Blagaj aus dem 16. Jahrhundert:
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Die berühmte Steinbrücke in Mostar aus dem Jahr 1566: P1030599

Traumhaftes Mostar:

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Wasserfälle von Kravice:

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Pocitelj:

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Neum (die einzige Küstenstadt Bosniens):

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Montenegros Küste:

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Kotor (Montenegro):

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Panorama der Strasse, auf der wir unterwegs waren:

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Budva (Montengro):

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Halbinsel Sveti Stefan (Montengro):

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Stari Bar (Montengro):

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Bar:

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Eine der schönsten orthodoxen Kirchen überhaupt (Podgorica, Hauptstadt Montenegros):

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Ergänzend bleibt zu sagen, dass ich sehr wohl wusste, dass mich eine immense Schönheit und eine Gelassenheit, Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen auf dem Balkan erwartet. Wo bedanken sich normale Menschen (also nicht Kellner, die Trinkgeld erwarten) bei euch, dass ihr in ihr Land gekommen seid? Das geschah in Bosnien, und zwar mehrmals. In Mazedonien habe ich mich übrigens vor sieben Jahren bereits verliebt.

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