Über Tage zum Kotzen und über das Weinen

Wisst ihr was? Heute ist einfach mal so ein Tag zum heulen! Und wenn ihr denkt, dass ich das ständig tun würde, dann muss ich euch widersprechen. Ich weine nicht oft. Aber wenn ich weine, weil ich traurig bin, dann so richtig. (Wenn ich glücklich bin, weine ich manchmal auch, aber das ist dann auch wieder vorbei und das ist auch ein schönes Gefühl.) Wann habt ihr das das letzte Mal gemacht? Einfach mal geweint? Einfach mal nasse Augen zulassen? Einfach mal alle Verletzungen und Enttäuschungen akzeptieren? Sie nicht ignorieren, sondern mutig zu sich selbst sagen: Ich bin zutiefst verletzt und enttäuscht. Oder: Das habe ich jetzt gründlich vermasselt! Ich habe versagt! Warum müssen wir immer alles erklären? Und uns trösten? O.k, Trost ist schon gut, aber ich will meine Gefühle rauslassen, ohne mich selbst zu belügen. Einfach mal die Tränen einzeln die Wangen runter fliessen lassen und das Kitzeln zulassen.

An solchen Tagen – die kommen erfahrungsgemäss zum Glück aber wirklich selten vor – schalte ich das Licht nicht ein, wenn ich nach Hause komme, sondern lasse laute, melancholische Musik laufen (oder Musik, die mich bewusst an etwas Vergangenes erinnert oder an jemand vergangenen), lege mich im Dunkeln auf meine Couch und heule los. Ich weiss nicht, ob es ein wenig an Selbstgeisselung grenzt, aber vielleicht brauchen wir das manchmal? Und dann habe ich auch das Gefühl, dass jedes dieser Lieder genau die aktuelle Situation in meinem Leben widerspiegelt.

Und wie ihr ja wisst, fehlt es mir nie an Ideen und Träumen. Und das beste an diesen Trauermomenten ist, dass ich dann – wie von Gott (oder woher auch immer) – eine Eingebung habe. Und dann sehe ich das Licht nach dem dunklen Tunnel und merke, dass die Dinge, die uns so elend traurig machen immer, aber wirklich immer einen neuen Weg aufzeigen. Sie bringen uns auf neue Gedanken, eröffnen uns plötzlich neue Welten oder Welten, die wir vernachlässigt oder weggeschoben haben, und wir erinnern uns an Träume von früher und wissen, dass genau jetzt der Zeitpunkt ist, diese zu erfüllen. Jetzt. Go and catch your dreams!

(Quelle Beitragsbild: http://identitymagazine.net/2015/11/17/chasing-the-dreams-that-scare-you-wguest-m-shannon-hernandez/)

 

 

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