Zum Valentinstag: Liebe verheirateten Männer…

…es gibt vieles, was ich an euch bewundere.

Zuerst einmal euren Mut. Den Mut, dass ihr euch aktiv, wissentlich und bei vollem Bewusstsein für eine Frau entschieden habt. Dass ihr „ja“ sagt zu dieser einen, richtigen Partnerin.

Eure Hartnäckigkeit. Dass ihr immer wieder bei mir anklopft, in der Hoffnung, ich würde euch das geben, was ihr in eurer Ehe nicht habt.

Eure Skrupellosigkeit. Dass ihr bereit seid, eure Ehefrauen zu betrügen und abends in ihren Armen einzuschlafen.

Eure Libido. Dass ihr wohl eine Potenz habt, die für mehrere Frauen reicht.

Und eure Selbstsicherheit. Dass ihr glaubt, ihr seid so wahnsinnig begehrenswert, dass man euch und eure Avancen nicht ablehnen kann.

Und ich frage mich immer wieder, warum ihr euch gerade mich aussucht bei so vielen Alternativen? Jetzt möchte ich mit euch gerne mal Tacheles reden. Ich werde euch immer ablehnen. Ich will nicht der Grund sein dafür, dass eure Frauen leiden. Ich will nicht der Grund sein, dass ihr eure Ehe aufs Spiel setzt, dass ihr eure Ehefrauen und Kinder belügen und betrügen müsst. Vor allem will ich aber nicht unsere vermeintliche Freundschaft gefährden. Ich kenne eure Argumente gut: Die Frau wird nichts davon wissen, ihr könnt gut trennen zwischen der Ehefrau und der Geliebten, ihr seid schon lange zusammen, ihr braucht mal Abwechslung und wollt das Leben geniessen. Ich weiss! Aber was geht mich das an?

Ich weiss, dass viele (Ehe-)Paare fremdgehen. Das tun sie in der Regel im Versteckten. Ich kann sogar nachvollziehen, dass es manchmal dazu kommen kann. Ja, ich habe Verständnis für euch. Und ja, ich war auch nicht immer ein Engel. Und ja, auch ich weiss, wie es ist, am anderen Ende zu sein, wenn ihr versteht, was ich meine. Und trotzdem frage ich mich immer wieder, wohin das führen soll. Warum betrügen Menschen einander? Und vor allem: Warum halten sie trotzdem an der Beziehung fest? Lange Zeit war ich überzeugt davon, dass Menschen grundsätzlich polygame Wesen sind. Vielleicht glaube ich das heute noch. Aber ich will daran glauben, dass wir durchaus monogam glücklich sein können. Auch solche Beispiele kenne ich und glaube, dass es möglich ist – vielleicht ist es nicht der einfachste Weg, aber ein möglicher. Schliesslich habt ihr euch einmal für einander entschieden.

Ich wünsche mir, dass ihr aufhört zu glauben, ich sei verfügbar, denn ich bin es nicht. Ich wünsche mir, dass ihr eure Eheprobleme intern und bilateral besprecht und löst. Ich wünsche mir, dass ihr in mir kein Objekt der Begierde seht, sondern eine Frau, mit der man befreundet sein kann, obwohl zwischen uns eine Anziehung herrscht. Vor allem wünsche ich mir, dass ihr mich nicht in Versuchung führt.

(Quelle Beitragsbild: http://www.heute.at/love/herz/9-Warnsignale-dass-Sie-Ihren-Partner-betruegen-wuerden;art23704,1163085)

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