Tag der Frau – ein Wort zum Mann

Ich hätte zum 8. März, den Tag der Frau, gerne etwas über die Frauen geschrieben, aber mir fällt nichts ein. Mir fällt nichts ein, was ich über Frauen im Allgemeinen schreiben könnte, weil Frauen – genauso wie Männer – einfach völlig unterschiedlich sind. Ich könnte ausholen und euch mit Geschichte belästigen. Ich könnte ein Loblied auf die Frau komponieren. Ich könnte ein Plädoyer darüber schreiben, dass Frauen das gleiche Gehalt für gleiche Arbeit bekommen sollten (sollen sie auch).Stattdessen entscheide ich mich einmal dafür, etwas über die Männer zu sagen.

Ich frage mich in der letzten Zeit immer mehr, ob wir die Errungenschaften früherer Generation mit Füssen treten. Was genau hat sich denn wirklich verändert – verbessert? Nach wie vor sehen sich Frauen viel zu oft in einer Opferrolle oder zumindest in einer Rolle, die sie daran hindert, als Frau eigenständig zu existieren. Ich weiss: Es liegt an der Biologie. Oder der Anatomie. Oder liegt es am Selbstverständnis? Die Frauen machen sich, obwohl sie nicht dazu gezwungen sind, viel zu oft vom Mann abhängig, was auch dem Mann schadet. Das Resultat kennen wir: Eines Morgens wacht sie auf und merkt, dass sie ihr Leben „verpennt“ hat, weil sie nämlich darauf hingearbeitet hat, dem Mann den Rücken zu stärken und die Kinder zu erziehen. Aber eins nach dem andern.

Ich habe euch versprochen, über Männer zu schreiben. Zunächst einmal: Es gibt einen Weltmännertag am 3. November. Den kennt keine Sau – ich musste diese Info selbst gerade googeln. Wozu gibt es einen Weltmännertag? Generell wurde der ins Leben gerufen, um die Männer an ihre Gesundheit zu erinnern – immerhin sterben sie 7 Jahre früher als Frauen (sagt Wikipedia). Wobei verheiratete Männer wiederum länger leben als unverheiratete (keine Ahnung, woher ich das habe). Dass der Weltmännertag zwei Tage nach Allerheiligen ist, finde ich so gesehen gar nicht unglücklich gewählt.

Es gibt generell sehr viel, was für die Männer noch getan werden könnte (Ihr merkt, ich liebe Genderfragen – und eben nicht nur die auf die Frauen bezogenen):

  • Die Gleichstellung auf der Arbeit. Und damit ist nicht der Lohn gemeint, sondern die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten – und zwar auch in einer leitenden Position.
  • Männer für frauentypische Berufe – vor allem im pädagogischen Bereich – motivieren. Da ja die Hälfte der Ehen geschieden werden und demzufolge die daraus entstandenen Kinder i.d.R. bei der Mutter aufwachsen, brauchen Kinder und Jugendliche männliche Bezugspersonen, die auch Vorbilder sein können. Darum: Männer in die Erziehung!
  • Apropos alleinerziehend: Warum können wir die Gleichstellung nicht auch auf das Kindersorgerecht übertragen? Ich glaube nämlich nicht, dass Mütter generell die besseren Eltern sind.
  • Einsatz und Förderung der Männer genauso wie der Frauen! In Genderfragen und in Gleichstellungsfragen geht es – auch wenn uns manche vom Gegenteil überzeugen wollen – doch meistens um die Frauen. Ich finde, dass wir uns mindestens genauso um die Männer kümmern sollten. Das Selbstverständnis des Mannes hat sich logischerweise mit dem der Frau verändert – dem müssen wir entgegenkommen und uns gesellschaftlich, wirtschaftlich und arbeitspolitisch anpassen.

Das war mein Wort zum Weltfrauentag.

(Quelle Beitragsbild: http://www.petra.de/sex-psyche/liebe-partnerschaft/artikel/der-maenner-code)

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