Zum Abschied

Abschied (Theodor Storm) 

Was zu glücklich, um zu leben,
Was zu scheu, um Klang zu geben,
Was zu lieblich zum Entstehen,
Was geboren zum Vergehen.

Was die Monde nimmer bieten,
Rosen aus verwelkten Blüten,
Tränen dann aus jungem Leide
Und ein Klang verlorner Freude.

Du weisst es, alle, die da sterben
Und die für immer scheiden gehn,
Die müssen, wär’s auch zum Verderben,
Die Wahrheit ohne Hehl gestehn.

So leg ich’s denn in deine Hände,
Was immer mir das Herz bewegt;
Es ist die letzte Blumenspende,
Auf ein geliebtes Grab gelegt.

In Andenken an eine liebe Freundin, deren sinnloser Tod mich befremdet, deren sinnloser Tod mich wütend macht und traurig, in Gedenken an eine Freundin, mit der ich meine Kindheit geteilt habe und der ich immer wieder auf meinem Lebensweg begegnet bin.

(Quelle Beitragsbild: http://www.bayern-evangelisch.de/wir-ueber-uns/der-verstorbenen-gedenken-auf-trauernetz-de.php)

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