Dada, Fluxus und Marina Abramovic rauben mir den Schlaf…

Es ist gerade 03:25 und ich liege seit dreieinhalb Stunden wach im Bett. Besser gesagt: Ich wälze mich seit dreieinhalbstunden wach im Bett herum. In dieser Zeit war ich noch in einmal in der Nähe einer leichten Schlafphase. Ich war hellwach – dreieinhalb Stunden Nachdenken und Grübeln. Über dieses und jenes. Nichts Besonderes. Doch, besonders schon, aber nichts Trauriges oder Bedrückendes. Eher Aufregendes oder Erfreuliches. Zwei Stunden nach dem Zu-Bett-Gehen habe ich angefangen, zu lesen, habe ein Kapitel beendet und gedacht, ich könne nun einschlafen. Das ist nun eineinhalb Stunden her. Nach insgesamt dreieinhalb Stunden habe ich nun kapituliert und sitze vor meinem Laptop, während ich genüsslich mein Rührei mit Datteltomaten verspeise. Ihr schlaft alle, ihr Glücklichen. Ich bin froh, dass ich morgen (bzw. in drei Stunden) nicht aufstehen und zur Arbeit gehen muss. Ich wäre k.o.

Bilder von heute schwirren mir im Kopf herum. Ich habe mich heute mit Kunst beschäftigt – genaugenommen mit Kunstrichtungen wie Dada, Fluxus und Künstlerinnen wie Yoko Ono oder der Performance-Ikone Marina Abramovic. Ich hatte gar nicht gewusst, dass Yoko Ono in dieser Bewegung aktiv gewesen war. Für mich war sie immer „nur“ die Frau von John Lennon. Wie peinlich. Und warum verstehe ich Marina Abramovic nicht, während Lady Gaga und Jay Z sie vergöttern?

Oder verstehen die beiden Marina Abramovic auch nicht und geben sich damit zufrieden? Nun gut, ich muss gestehen: Früher fand ich Performance-Art einfach nur verstörend, ekelhaft oder abstossend. Mittlerweile kann ich mir die Performance anschauen und verstehe sie zwar genauso wenig wie früher und vermutlich genauso wenig wie alle anderen, aber irgendwie bleibt mein Blick haften. Die meisten Videos von Abramovic auf Youtube sind mit einer Warnung versehen, darum hier eines ohne, falls jemand Abramovic nicht kennen sollte:

Ja, ich würde sagen, dass ich Kunst liebe. Und ja, ich befürworte durchaus den Diskurs darum, was Kunst alles darf und soll. Und ja, ich finde es in Ordnung, Kunst nicht zu verstehen. Und ja, ich finde es auch in Ordnung, das zugeben zu können. Und auch wenn wir Dinge nicht verstehen, können sie uns in ihren Bann ziehen – vielleicht erst recht, wenn wir sie nicht verstehen? Weil wir sie dann immer und immer wieder betrachten müssen, in der Hoffnung, die Erleuchtung komme noch. Gute Nacht, meine lieben Blog-Leser, oder guten Morgen.

(Quelle Beitragsbild: http://www.art-magazin.de/kunst/kunstgeschichte/42-thma-dadaismus)

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