Das ewige Dilemma mit der Taube und dem Spatz

Ich begegne immer wieder diesem einen Dilemma. Es ist jenes mit der Taube und dem Spatz. Eigentlich kommt es vom Sprichwort: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Es gab schon so oft Situationen in meinem Leben, in denen ich mir die konkrete Frage stellen musste: Spatz oder Taube? Den sicheren Spatz oder die davonfliegende Taube? Sicherheit oder Risiko? Kribbeln?

Ach. Es ist immer wieder das Selbe. Da bist du und da ist ein anderer. Die Taube warst nicht immer du, aber seitdem ich dich kenne, bist du die Taube. Platz eins. Treppchen eins. First row. Wie auch immer. Unangefochtener Sieger. Nein, Sieger ist nicht korrekt, schliesslich hast du nie um diesen Platz kämpfen müssen ausser mit ein paar netten Worten und einem Augenaufschlag. Nein, es sind weder Worte noch ist es der Augenaufschlag. Es ist Chemie! Weiss du, was ich meine? Es ist so: Du siehst jemanden von weitem und du weisst, dass du die Person mögen würdest, du weisst, dass du ihren Geruch lieben würdest. Das ist pure Chemie. Jedenfalls bist du unschlagbar. Nein, unantastbar. Und da ist ein beliebiger anderer Mann. Nein, stopp. So beliebig ist der andere nicht, schliesslich bin ich sehr schwer zu beindrucken. Der andere – wenig beliebige – ist also äusserst attraktiv und interessant. Nicht langweilig – solche Typen ziehen mich nicht an. Gut, also da hätten wir schon den Gegenspieler: attraktiv und interessant. Und sagen wir, ich verstehe mich gut mit ihm. So gut, dass ich fast – aber eben nicht ganz – sogar mit dem Gedanken spiele, ihn in mein Herz zu lassen. Aber so weit gehe ich nicht, ich kann nicht. (Hoffentlich nicht wegen dir!) Er ist nun mal nicht perfekt. Wer ist das schon.

Jedenfalls ist da dieser andere. Was soll ich tun? Auf dich warten im Wissen, dass wir uns nie näher kommen werden? Oder soll ich mich auf ihn einlassen, auch gefühlsmässig gehen lassen? Ich weiss es nicht. Ich lasse schlussendlich den Zufall entscheiden. Ich werde mich zur gleichen Zeit mit euch beiden verabreden und weiss bereits, dass du nicht kommen wirst. Aus Angst. Du hast jetzt Angst und wir wissen das beide. Wir sind an einem Punkt, an dem es nicht mehr so weitergeht. Das Verlangen ist unerträglich, ja nahezu schmerzhaft. Du wirst absagen, um uns beide vor einander zu schützen. Ich irgendwie bin ich dir dankbar dafür. Und ich sage dem anderen ab. Weil ich nicht kann.

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