Na, wie geht’s so? Und was gibt’s Neues?

Und, wie geht’s? Ich blicke dir in die Augen, weiss nicht, was ich genau sagen soll. Wie es mir geht? Wenn ich das wüsste. Mal so, mal so. Ist das eine befriedigende Antwort? Ich merke, wie mir die Dinge gerade etwas entgleiten; bin unschlüssig, manchmal unsicher (du machst mich unsicher, aber das sage ich dir nicht), mal mehr, mal weniger emotional. Auf jeden Fall ist es gerade eine veränderliche Phase. Ich wünschte manchmal, ich könnte eine Beurteilung meiner Gefühlslage per Computer durchführen und ausdrucken lassen, um zu wissen, was gerade los ist. Nein, so schlimm ist es dann doch nicht. Trotzdem wäre es praktisch, wenn das ginge.

Wie es mir geht? Ich sage dir: Gut. Gut sage ich ohnehin immer. Was soll ich denn sonst sagen? Dass ich mal heulen, mal lachen, mal teilnahmslos in die Ferne starren könnte? Dass ich mal glücklich, mal traurig, mal überdreht, mal faul bin? Dass ich gerade versuche, so oft wie möglich das zu machen, was mich beruhigt, mir gut tut, mich glücklich macht?

Wir haben uns eine Weile nicht gesehen. Das heisst nicht, dass ich nicht an dich gedacht hätte. Das habe ich. Täglich. Mindestens einmal – pro Minute. Na gut, so schlimm war’s dann wohl doch nicht. Aber ehrlich gesagt: Ich habe oft an dich gedacht. Daran, was war und nicht war.

Wir haben uns eine Weile nicht gesehen und du fragst: Na, was gibt’s Neues? Was es Neues gibt? Ich finde diese Frage irgendwie lächerlich und nervtötend. Nein, stimmt nicht, es kommt darauf an, wer sie stellt. Aber wenn du sie stellst, nervt sie mich. Sie nervt mich, weil ich nicht will, dass du mich danach fragst. Ich würde wollen, dass es keinen Grund gibt, dass du nicht über alle Neuigkeiten informiert bist. Mit anderen Worten: Wärst du ein Teil meines Lebens, wüsstest du ohnehin Bescheid. Aber da du es nicht bist (was ich bedauere), finde ich die Frage sinnlos. Sinnlos, weil du auf dem Laufenden sein könntest, wärst du in meinem Leben. Jedenfalls überlege ich, was ich dir sagen soll. Was es Neues gibt? Es gibt so viel Neues und ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Und das meiste davon will ich dir eigentlich gar nicht erzählen. Nicht, weil ich es dir nicht sagen will. Sondern weil ich es nicht mit dir teilen will. Ich will mein Glück, meine Erfolge und die schönsten Momente in meinem Leben nicht mit dir teilen. Und dir noch nicht einmal davon berichten.

Du willst immer noch wissen, was es Neues gibt. Ich sage: Nicht viel. Du willst wissen, ob es jemand neuen in meinem Leben gibt. Ich denke: Halt dich da raus, das ist nicht deine Angelegenheit. Ich sage: Nein. Du schaust mir in die Augen und ich weiss, dass du weisst, dass ich eben gelogen habe. Du schmunzelst. Nimmst mich in den Arm, sagst: Ich will, dass du glücklich bist. Ich weiss. Ich weiss, dass du das willst. Es ist das Einzige, was du tun kannst: Wollen, dass ich glücklich bin. Ja, das will ich auch – dass wir beide es sind. Und wir sind es – jeder in seinem eigenen, kleinen Universum. Und manchmal, ja, manchmal besuchen wir einander in diesem Universum. Und es ist einfach nur schön.

(Quelle Beitragsbild: https://giftofra.files.wordpress.com/2013/03/download-wallpaper-free-universe-space-galaxy-univ-23979.jpg)

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