Manchmal ist die Welt dunkel und meine Seele zerrissen.

Es gibt Momente im Leben, das können Stunden, Tage, sogar Wochen oder Monate sein, in denen wir betrübt sind, in denen wir uns einfach nur verkriechen und uns von der Welt abschotten wollen, in denen wir uns fragen, was das alles hier eigentlich solle und keine Antwort darauf finden. Momente, in denen wir wissen wollen, weshalb die Dinge sind (oder werden), wie sie sind, – als gäbe es eine allgemeine Informationsinstanz, die uns diese Frage beantworten würde. Wir stellen die Fragen dem Universum, wir stellen sie Gott oder einfach einer namenlosen Stelle und wissen insgeheim, dass unsere Frage nicht beantwortet wird. Nicht jetzt. Vielleicht merken wir eines Tages, was das alles sollte, welche Bedeutung es hatte, worin das Gute im Schlechten lag, aber in diesen Momenten, in denen unser Herz zerrissen und unsere Seele zutiefst betrübt ist, sehen wir das Licht am Ende des Tunnels nicht. Wir sehen das Licht nicht, aber wir wissen, dass es da ist. Nur weil wir etwas nicht sehen, heisst es nicht, dass es nicht da ist.

Ich will euch nicht runterziehen, ich will mich auch nicht selbst bemitleiden. Das finde ich zutiefst zuwider. Aber manchmal, ja manchmal gibt es diese Momente, in denen wir uns elendig arm(selig) finden, in denen wir das Gefühl haben, unser Leben stehe in Trümmern und gleichzeitig wissen wir, dass das keineswegs zutrifft. Ich versuche, mich in diesen Momenten an das zu halten – das in Erinnerung zu rufen –, was sonst gut ist, was mir Kraft gibt, mir gut tut; das, was in meinem Leben stimmt, und es ist eigentlich alles. Nur manchmal, eben manchmal gibt es diese Momente, in denen wir verletzt sind, unsicher, ja vielleicht sogar apathisch, und das obwohl wir eigentlich nicht so sind, nicht unter normalen Umständen.

Es ist schwierig, die Dinge zu verstehen. Das Leben zu verstehen. Wir verstehen wohl fast nichts von dem, was uns im Leben widerfährt. Und lenken können wir das wenigste, aber vieles können wir beeinflussen. Nur manchmal eben auch nicht. Und dann stehen wir da wie ein begossener Pudel und sehen das Leben an uns vorbeiziehen wie einen Zug, der nicht anhält, obwohl wir am Perron stehen. Und wir wollen auf den Zug aufspringen und schaffen es nicht und er fährt vorbei und unser Leben zieht an uns vorbei, ohne dass wir etwas tun könnten.

Und insgeheim wissen wir, dass der nächste Zug an die schönere Destination fährt. Nur fühlen wir es noch nicht.

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