Ihr bösen, arbeitenden Mütter!

Heute muss ich mich wieder einmal auskotzen. Sorry für meine Wortwahl, aber manchmal gibt es einfach kein schönes Wort für etwas Hässliches. Oder es passt nicht. Jedenfalls möchte ich meinem Ärger Luft machen und mir mal eine Spezies vorknöpfen: Die arbeitenden Mütter.

Irgendwann, liebe Frauen, habt ihr doch eine Entscheidung getroffen: Ihr habt euch dafür entschieden, Kinder zu haben. Ihr habt euch damit auch dagegen entschieden, richtig Karriere zu machen. Klar gibt es Frauen, die beides tun, aber mal ehrlich: Das könnt ihr ja auch noch mit 70 Jahren (siehe Hillary). Eure Kinder sind dann aus dem Gröbsten raus; möglicherweise sind sogar eure Enkelkinder aus dem Gröbsten raus. Die Menopause habt ihr dann auch schon hinter euch – dann könnt ihr es der Welt so richtig zeigen: Karriere machen, bis ihr tot umfallt. Aber vorher? Nein! Ihr habt euch entschieden, Mütter zu werden. Und Mutter zu sein, heisst: Für die Kinder da zu sein. Nonstop. Twenty-four-seven.

Ich habe kein Verständnis für arbeitende Mütter. Und wenn ihr mich fragt, wozu habe ich denn eine vernünftige Ausbildung gemacht? Dann sage ich euch so was wie: Für eure Kinder! Damit ihr euren Kindern den Unterschied zwischen einem Ahorn- und einem Kastanienblatt erklären könnt. Damit ihr eurem Kind die Komplementärfarben erklären könnt. Damit ihr eurem Kind beibringen könnt, weshalb an dieser oder jener Stelle ein Komma hinkommt. Denn ihr habt euch schliesslich nach eurer Ausbildung für ein Kind entschieden. Normalerweise, wenigstens.

Und kommt mir nicht mit Emanzipation. Emanzipation hin oder her. Die Frau ist die, die gebärt. Sie ist die, deren Körper nach der Schwangerschaft zur Sau ist. Sie ist die, die das Kind stillt. Und eigentlich ist sie die, die es am besten weiss. Klar braucht es den Vater – zum Beispiel für das Familieneinkommen. Dafür, dass er euren Lebensstandard weiter finanziert. Dafür, dass ihr euch von nun an auf den Lorbeeren ausruhen könnt, ein Kind geboren zu haben. Chapeau. Nicht, dass ich das unterschätzen würde. Um Himmels Willen. Aber jetzt seid ihr Mütter. Mütter und – oft automatisch auch Hausfrauen. Irgendwie ist diese Funktion oft in einer Person – in der Frau – vereint. Treten wir die letzten sechzig Jahre mit Füssen – schliesslich waren die Frauen zuvor Jahrtausende lang Mütter. Was kann schon eine Bewegung für die Emanzipation der Frau im Vergleich zu Jahrtausend alten Traditionen ausrichten? Die Biologie bleibt eben Biologie. Emanzipation hin oder her.

Und kommt mir nicht mit: Ich kann alles unter einen Hut bringen. Könnt ihr nicht. Seid ihr berufstätig, leidet das Familienleben. Seid ihr es nicht, verzichtet ihr zwar auf die Karriere (oder verschiebt sie auf viel später, obwohl es sehr fraglich ist, ob euch dann noch einer will und ob ihr dann auch noch etwas könnt), aber immerhin wissen eure Kinder, dass ihr euch ihnen voll und ganz gewidmet habt. Ihnen jeden noch so kleinen Dreck hinterher geputzt habt. Ihnen pädagogisch sinnvolle Spiele beigebracht habt – tagein, tagaus. Twenty-four-seven eben.

Ich weiss, ich bin als Nicht-Mutter nicht besonders glaubwürdig. Aber ich habe eine klare Meinung. Auch wenn sie nicht immer gesellschaftskonform ist.

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