Über Menschen mit viel Geld – und was sie damit tun

Klar, im Vergleich zur Weltbevölkerung gehöre ich wohl zu den 10% Reichsten. Aber im Vergleich zur Mitbevölkerung in der Schweiz bin ich wohl irgendwo im (unteren) Mittelfeld anzusiedeln. Also ein gesunder Durchschnitt. Reden wir heute aber über die Reichen jenseits dieser Durchschnittsgrenze. Ich möchte euch gerne eine wahre Geschichte erzählen: Über den Umgang mit Geld. Mit viel Geld, um genau zu sein.

Es gibt Menschen, die Geld haben, andere, die viel und nochmals einige wenige, die sehr, sehr, sehr viel Geld haben. Reden wir über Menschen in diesen Kategorien. Was man mit dem Geld tut, ist jedem selbst überlassen. Dass man dafür aber (insgeheim) bewundert, gelobt oder (verdeckt) getadelt oder sogar belächelt, ja möglicherweise bemitleidet wird, liegt wohl in der Natur des Menschen.

Wenn wir über Menschen mit viel Geld sprechen, so gibt es diejenigen, die es gerne zeigen und damit auch gerne angeben. Dann gibt es andere, die es weder zeigen noch damit angeben. Und in diesen beiden Kategorien finden sich wiederum Menschen, die das Geld uneigennützig für gute Zwecke einsetzen und andere, die ihr geliebtes Geld niemals für gute Zwecke (also: andere) verwenden würden – oder nur in so einem lächerlichen Masse, weil es eben zum guten Ton gehört.

Ich möchte euch heute eine Geschichte über eine Frau erzählen, die sehr viel Geld hat und auch sehr viel Geld für einen guten Zweck ausgibt. Einfach so. Ohne mit der Wimper zu zucken. Und wenn ihr wehrweisst, wie viel „viel Geld“ für einen guten Zweck ist, dann will ich nur so viel verraten: Man könnte sich damit eine mindestens einjährige Luxusweltreise mit Firstclass-Flügen und Fünfsternehotels gönnen, und zwar für die ganze Familie. Oder einen Grossteil eines teuren Einfamilienhauses finanzieren. Das meine ich, wenn ich von viel Geld spreche.

Die gute Frau spendet so viel Geld für einen guten Zweck. Wie gesagt: Ohne mit der Wimper zu zucken. Und warum? Tja, das weiss ich nicht genau. Weil sie es hat? Weil sie der Welt etwas zurückgeben möchte? Weil sie einfach so viel hat, dass sie selbst niemals so viel brauchen wird und ihre Nachkommen schon so gut versorgt sind, dass auch sie sich niemals sorgen müssen? Weil das Leben gut zu ihr war und sie Gutes mit Gutem vergelten will? Was auch immer ihr Antrieb und ihre Motivation sind – mich beeindruckt eines am meisten: Die Frau möchte nicht, dass man darüber spricht. Sie spendet zwar enorm viel Geld (ich meine, die meisten Menschen in der Schweiz verdienen so viel nicht einmal in zwei Jahren!), aber sie möchte dafür keinen Dank und schon gar nicht ein öffentliches Dankeschön. Sie möchte nicht, dass darüber gesprochen wird und sie möchte auch nicht, dass jemand davon erfährt. Sie tut es einfach nur um des Zwecks willen und weil sie das möchte. Wir alle können mit unserem Geld anstellen, was wir wollen. Und manche von uns sind eben uneigennützig und andere nicht. (Ich würde mir an dieser Stelle lediglich wünschen, dass mehr Menschen an andere denken würden, anstatt immer zu betonen, wie viel sie haben.)

Was ich mit diesem Text sagen möchte? Danke! Danke allen, die an andere denken und sich nicht zu schade sind, ihr Geld für andere zu verwenden. Danke an alle, die an das Gute glauben, die lieber geben als nehmen, die ehrlich möchten, dass anderen Menschen geholfen wird. Dafür habe ich grössten Respekt und grösste Bewunderung, auch wenn genau diese Menschen das am wenigstens erwarten.

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