Die Übergriffe auf Frauen in Köln – was ist wahr und was sollen wir davon halten?

Die Medien halten sich vorwiegend bedeckt. Es sei an Silvester zu Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof gekommen. Mutmasslich hätten gegen Tausend Männer die Kontrolle über sich verloren und die gute Erziehung zuhause vergessen. Mutmasslich handle es sich sogar um Immigranten. Mutmasslich sogar um Asylsuchende, vorwiegend aus dem Maghreb. Ich kann nichts mutmassen, ich war weder dabei noch kann ich alles glauben, was die Medien uns sagen. Noch kann ich mich gegen eine Gruppe von Menschen „aufhetzen“. Denn die Vorwürfe bleiben erstmal nur Vorwürfe. Weiterlesen

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Um Syrien weinen…

Im Herbst 2013 verweilte ich einige Zeit in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Amman liegt knapp 100 km von der syrischen Grenze im Norden entfernt. Damals schon war der Krieg in vollem Gange – das ist nun zwei Jahre her. Die Flüchtlingscamps in Jordanien waren damals schon hoffnungslos überfüllt. Ich hätte mir gerne so ein Camp angeschaut, aber ohne Bewilligung kommt man dort nicht rein. Was hätte ich auch anschauen wollen? Die syrischen Flüchtlinge wie Tiere im Zoo bestaunen? Oder in verständnislose Kinderaugen schauen? Ich ging also nicht. Weiterlesen

„Refugees welcome“ oder: Warum mir Flüchtlinge keine Angst machen

Die Meldungen über Flüchtlinge nehmen nicht ab. Alle reden über Flüchtlinge und überall – insbesondere dort, wo man sie auch wirklich sieht. Hier, in meiner mittelgrossen schweizer Stadt, sehe ich sie zum Beispiel nirgendwo. Aber wenn man sich mal im Balkan umschaut, sieht man die Massen – sie campen an Bahnhöfen und warten oder hoffen auf ihre Weiterreise. Inspiriert von diversen Gesprächen, die ich in der letzten Zeit in meinem Umfeld geführt habe, und in denen ich irgendwie immer wieder den Standpunkt einnehmen muss, dass ich die Flüchtlinge – insbesondere die syrischen – in Schutz nehme, möchte ich euch gerne einmal ganz ehrlich erklären, weshalb man mich mit Angst nicht kaufen kann. Weiterlesen

Und plötzlich sind wir alle links! Flüchtlinge, willkommen!

Sag mal, gehen euch die Medien eigentlich auch auf die Nerven? Ich kann es nicht mehr lesen und nicht mehr hören: Flüchtlinge hier, Flüchtlinge dort! Und überhaupt: So viel Solidarität! Noch mehr als die Medien nervt mich eigentlich nur eins: Die Bevölkerung! Ach, ich bin jetzt so sozial und spende! Und ich bin noch solidarischer und erkläre der schwarzen Frau in der Migros den Unterschied der x Ice Tea Sorten. Und ich setze mich im Bus extra neben einen Schwarzen. Und dann der Junge, der in Bodrum angeschwemmt wurde. Ja, darüber rede ich, weil es mich ECHT BESCHÄFTIG! Und ich habe jetzt der Glückskette ein kleines Vermögen gespendet und mache auch noch beim Solidaritätslauf mit und spende pro Kilometer stolze 50 Rappen! Ja, und ich wechsle die Strassenseite, wo das Asylzentrum steht, nicht, weil ich ein Zeichen setzen will! Und ich belästige mein freiwilliges und unfreiwilliges Umfeld mit meiner Alltagssolidarität!   Weiterlesen

Asyl, Asyl! Europa, quoi vadis?

Ich weiss nicht, ob es derzeit ein anderes Thema in den Medien gibt, als die „Flüchtlingsströme“. Tagtäglich werden uns Bilder gezeigt, wie sich tausende von Menschen dicht gedrängt auf einem Boot auf den Weg nach Europa machen. Europa, das gelobte Land. Europa, der vermeintlich friedliche Kontinent. Sie kommen aus Afrika, der Wiege der Menschheit oder aus Nahost, der Wiege der Religionen. Sie kommen, um zu bleiben. Denken wir. Und wir werden regelrecht von den Medien gedrängt, Angst zu bekommen und uns zu fragen: Europa, quoi vadis? Wohin führt der Weg? Was passiert hier, was passiert mit uns, was geschieht mit der Welt? Weiterlesen