Wenn der Chef zu dir sagt: Du solltest jetzt nach Hause gehen.

Manchmal kommt es mir vor, als laufe mir die Zeit bei der Arbeit davon. Aber nicht nur bei der Arbeit: Auch sonst läuft die Zeit verdammt schnell – schneller als früher. Oder empfinde ich die Zeit anders? Bei der Arbeit merke ich das aber am krassesten. Mittags denke ich: Was, schon Mittag? Und heute Morgen, als die Kollegen zur Kaffeepause in meine Etage antrabten, dachte ich, sie würden einfach so kurz einen Kaffee holen. Dass es schon Zeit für die Kaffeepause war, war mir entgangen. Aber der Blick auf die Uhr klärte mich auf. Weiterlesen

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Ein Loblied auf die Arbeit. Oder: Warum wir Arbeit brauchen.

Ich habe viel und oft über schlechte Erfahrungen auf der Arbeit geschrieben. Ich habe, wie ihr vermutlich ahnt, auch viele schlechte Erfahrungen auf der Arbeit gemacht. Die prägendsten sind wohl miese Arbeitskollegen und Vorgesetzte, Neid und Missgunst sowie elende, gähnende Langeweile. Aber ich habe zum Glück nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht. Ich war auch schon wirklich an genialen Arbeitsorten. Und ich möchte heute einmal ein Loblied auf tolle Arbeitgeber und Vorgesetzte singen – denn diese gibt es auch! Weiterlesen

Frei sein. Leben ordnen. Widerspruch? (Kündigung)

Ich versuche, meine Gedanken zu ordnen. Du merkst, dass ich dir nicht zuhöre, obwohl ich mich redlich bemühe. Du fragst mich: Woran denkst du? Ich bin abwesend. Gedanklich. Körperlich bin ich hier. Und ich merke, dass es mich nicht interessiert, was hier läuft. Ich bin so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass es mich zu viel Anstrengung kostet, mich ins Hier und Jetzt zurückzuholen. Zurück zu zwingen. Denn ich will eigentlich gar nicht hier sein. Ich will überall sonst sein, nur nicht hier. Und ich will alles andere machen, nur nicht das hier. Und ich will einfach frei sein. Ich lechze nach dieser unendlichen Freiheit, obwohl ich weiss, dass es sie nicht in einer Unendlichkeit gibt. Dass ich sie nie erreichen, nie haben werde. Und doch: Ein Stückchen Freiheit kann ich haben. Jetzt.

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Sonntage oder die Sehnsucht, Fischer zu bleiben

Sonntage mochte ich eigentlich nie. Sonntagabend ist der Abend, an dem man sich mental auf die Schule oder die Arbeit vorbereitet, man packt seine Sachen, legt die Kleider für den nächsten Tag sorgfältig und farblich aufeinander abgestimmt auf den Stuhl neben das Bett, überlegt sich, was der nächste Tag für einen bereithält (meist nicht viel!) und man löst sich damit schon vom Wochenende. Weiterlesen