Du lässt alles um dich herum verblassen

Nein, ich habe nicht an dich gedacht. Na gut, manchmal schon, aber ich denke nicht so oft an dich wie auch schon. Und ich würde mich im Moment auch nicht bei dir melden. Ich habe weder das Bedürfnis, von dir zu hören noch dich zu sehen. Du bist im Moment nicht Teil meiner Welt. Ich vermisse dich nicht, du fehlst mir nicht. Und dann stehst du vor mir und ich merke, dass ich mich getäuscht habe: Ich habe dich vermisst – ja ich vermisse dich sogar in diesem Moment, in dem du vor mir stehst. Es ist, als hätten wir uns immer gesehen, als wärst du nie weggewesen. Du bist ein Teil meines Lebens, ohne da zu sein. Einfach nur die Tatsache, dass es dich gibt, genügt, um Teil meines Lebens zu sein. Das merke ich aber erst, als ich dich sehe. Weiterlesen

Na, wie geht’s so? Und was gibt’s Neues?

Und, wie geht’s? Ich blicke dir in die Augen, weiss nicht, was ich genau sagen soll. Wie es mir geht? Wenn ich das wüsste. Mal so, mal so. Ist das eine befriedigende Antwort? Ich merke, wie mir die Dinge gerade etwas entgleiten; bin unschlüssig, manchmal unsicher (du machst mich unsicher, aber das sage ich dir nicht), mal mehr, mal weniger emotional. Auf jeden Fall ist es gerade eine veränderliche Phase. Ich wünschte manchmal, ich könnte eine Beurteilung meiner Gefühlslage per Computer durchführen und ausdrucken lassen, um zu wissen, was gerade los ist. Nein, so schlimm ist es dann doch nicht. Trotzdem wäre es praktisch, wenn das ginge. Weiterlesen

Das ewige Dilemma mit der Taube und dem Spatz

Ich begegne immer wieder diesem einen Dilemma. Es ist jenes mit der Taube und dem Spatz. Eigentlich kommt es vom Sprichwort: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Es gab schon so oft Situationen in meinem Leben, in denen ich mir die konkrete Frage stellen musste: Spatz oder Taube? Den sicheren Spatz oder die davonfliegende Taube? Sicherheit oder Risiko? Kribbeln? Weiterlesen

Was du wohl sagen würdest?

Seitdem ich dich kennen gelernt hatte, war mir klar, dass ich mich nicht in dich verlieben durfte. Es ist und war aussichtslos. Gefühle für einen Mann zu haben, der nie meiner sein kann, ist verschwendeter Herzschmerz – ist nicht einmal schöner Herzschmerz, sondern eine Sackgasse. Man leidet nur. Natürlich ist manchmal auch Liebeskummer schön; weinen kann sehr befreiend sein. Aber in unserem Fall wären Gefühle völlig deplatziert. Das wussten wir beide von Anfang an. Ja, es war einmalig, es war ein Blitz, der einschlug, ohne dass wir uns rational oder emotional hätten wehren können. Aber wir konnten uns danach gegen unsere Begierde wehren, gegen unsere Gefühle. Wir konnten alles daran setzen, uns nicht nahe zu kommen (was wir auch in gewisser Weise taten und tun). Weiterlesen

Wenn ich dir nichts mehr versprechen kann

Wir hatten eine Abmachung, über die wir immer wieder sprachen, ohne sie so richtig zu besprechen. Sie lautet: Ich will, aber ich darf nicht. Also eigentlich lautet sie: Du willst, aber du darfst nicht. Und meine heisst: Ich will, aber werde alles tun, um es zu verhindern – weil du mir viel bedeutest. Bis anhin ging das gut so. Jahrelang ging es so gut. Ich dachte immer, irgendwann würde alles abflauen. Ja, es hätte sich legen, beruhigen müssen. Es gab auch Zeiten, in denen ich dir weniger Beachtung schenken konnte. Aber das waren nur kurze Phasen. Womit das schlussendlich etwas zu tun hatte, weiss ich nicht, sonst würde ich „es“ herbeizaubern. Wir haben uns oft tief in die Augen geschaut und wir wussten: Wir wollen, aber wir dürfen nicht wollen. Und schon gar nicht etwas tun. Das kommt nicht in Frage. Weiterlesen

Diese eine gefährliche Anziehung

Was bleibt, wenn ein Vulkan ausgebrochen ist? Lava. Und die ist so heiss, dass sie alles aus dem Weg räumt. Das habe ich mit dir erlebt. Ich kannte das von früher – da gab es diesen einen, einen einzigen Fall, bei dem ich das Gefühl hatte, dass es jeden Moment explodieren könne und da explodierte es auch, aber mit dir, mit dir bin ich immer kurz davor und dann lassen wir die Eruption nicht zu. Verdammt! Weiterlesen

Wenn du dem perfekten Mann zu spät begegnest

Unsere erste Begegnung war schicksalshaft. Ich hatte in dieser Einöde, die sich zwar Stadt nennt, aber keine visuellen Reize zu bieten hat, seit enormer Zeit keinen Mann gesehen, der mich in irgendeiner Weise optisch angezogen hätte. Du hast mich in diesem – einen – Augenblick aus einem lethargischen, ja vielleicht sogar hoffnungslosen Schlaf aufgeweckt. Es waren wenige Sekunden, wenn überhaupt, in denen sich unsere Blicke kreuzten. Ich kann nicht sagen, dass ich damals gewusst hätte, dass dieser eine Augenblick viel mehr zu bedeuten hätte, als es den Anschein hatte. Aber gefühlt habe ich es. Glaube ich.
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