Warum nicht einmal nach Indien fliegen?

Um ehrlich zu sein, wollte ich nie nach Indien. Man hört ja so allerlei und warum sollte man in ein Land gehen, welches verschiedenen Risiken Rechnung trägt? Gut, vielleicht mag man das Kitzeln. Ich nicht. Indien stand also nie auf einer meiner Lebens-To-Do-Liste. Der Taj Mahal jedoch irgendwie schon. Nun hat es mich doch nach Indien verschlagen (weil es sich so ergeben hat und ich habe mich damit abgefunden: Dann geht’s diesmal halt nach Indien in die Ferien! Weiterlesen

Werbeanzeigen

Über Menschen mit viel Geld – und was sie damit tun

Klar, im Vergleich zur Weltbevölkerung gehöre ich wohl zu den 10% Reichsten. Aber im Vergleich zur Mitbevölkerung in der Schweiz bin ich wohl irgendwo im (unteren) Mittelfeld anzusiedeln. Also ein gesunder Durchschnitt. Reden wir heute aber über die Reichen jenseits dieser Durchschnittsgrenze. Ich möchte euch gerne eine wahre Geschichte erzählen: Über den Umgang mit Geld. Mit viel Geld, um genau zu sein. Weiterlesen

Und was machst du so (beruflich)? Oder: Wie viel Lohn macht glücklich?

Immer die gleiche Frage. Immer die gleiche Leier. Immer werden wir nach unserem Beruf und Abschluss kategorisiert. Beurteilt. Interpretiert. Eingestuft, eigereiht, schubladisiert.

Was Menschen beruflich tun, scheint in unserer Gesellschaft viel über sie auszusagen. Es gibt wohl keine andere Kategorie, die mehr über Menschen aussagt als der Beruf oder die Tätigkeit oder der Abschluss. Je nach dem Gegenüber kann der eine oder andere Beruf oder Abschluss als gut (bewundernswert) oder schlecht (bemitleidenswert) interpretiert werden. Ich bin ja auch nicht anders. Auch ich habe „vorgefertigte“ Stereotypisierungen in meinem Kopf. Ich weiss genau, was ich generell über Lehrer, Ärzte, Anwälte, Parlamentarier, Künstler oder sonst wen denke. Und ich weiss genau, dass meine Stereotypisierung – zum Glück – oft von der Realität abweicht. Weiterlesen

Irgendetwas fehlt immer. Oder ist zu viel.

Früher dachte ich, das Leben sei einfach. Vielleicht war es das früher auch. Man hat sich nicht so viele Gedanken gemacht. Als Studentin habe ich mal diesen, mal jenen Job gemacht und es war o.k. Von Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung auf der Arbeit war keine Rede. Das kam mir gar nicht in den Sinn. Wie hätte ich mich auch selbst verwirklichen sollen, wenn ich gerade ungesunde Süssgetränke am Bahnhof verteilt und damit trotzdem den Passanten eine Freude gemacht habe? Oder wie hätte ich mich glücklich und erfüllt fühlen können, als ich den ganzen Tag ohne Tageslicht in einem Elektronikmarkt verbrachte und Drucker verkaufte, während mich die potentiellen Käufer mit Fragen löcherten, die ich in keiner Weise – weder kompetent noch inkompetent – beantworten konnte? Oder wenn sie mal das Bedürfnis hatten, sich bei jemandem (zum Beispiel bei mir) auszukotzen, weil ihr Antrag, eine unnötige Neuanschaffung auf Kredit zu „kaufen“, abgelehnt wurde. Oder weil sie mit ihrer Thai-Frau gerade nichts Besseres zu tun wussten, als den ganzen sonnigen Tag in einem fensterlosen Laden zu verbringen. Oder, oder, oder. Nein, früher war das einfach: Arbeit war das, was man tat, um einen Geldbetrag auf das Konto überwiesen zu bekommen. Punkt aus. So einfach war das. Weiterlesen

„Häsch mer en Stutz?“

Ich weiss nicht, warum, und ich weiss auch nicht, ob es nur mir so geht, aber ich werde immer wieder von Leuten – eigentlich von Männern – gefragt, ob ich ihnen einen „Stutz“ hätte. Für die Nicht-Dialekt-Sprechenden von euch: Ein Stutz ist ein umgangssprachliches Synonym für einen Franken. Ich werde also immer wieder von Leuten auf der Strasse um Geld angebettelt. Warum, weiss ich nicht. Gerade war ich im Kino, wo ich mir einen unglaublich eindrucksvollen Film über eine irakische Familie angeschaut habe und über deren politisch bedingte Zerstreutheit in der ganzen Welt. Der Film heisst „Iraqi Odysee“ und ist im Übrigen sehr empfehlenswert. Nun ja. Weiterlesen

Achteinhalbstunden fünf Tage die Woche – adieu

Mal ganz ehrlich: Bin ich denn wirklich die Einzige, die es völlig bescheuert findet, dass wir 8 (lucky you!) oder 8,5 Stunden pro Tag für Arbeit verschwenden? Und das auch noch fünf Tage die Woche? Ich frage mich schon seit längerer Zeit, ob es das sein kann. Mein Gott, ich bin 30 Jahre alt und ehrlich gesagt, lebe ich genau für den einen Moment: Freitagabend! Und dann geniesse ich das Wochenende; schlafe aus, gehe ins Kino und essen; erledige die Wäsche (muss ja auch gemacht werden), putze, koche für die kommende Woche vor und das war’s dann. Und dann ist es – wie gerade jetzt – Sonntagabend und ich denke nur: Die nächsten fünf Arbeitstage stehen bevor. Was machst du am Wochenende? Weiterlesen

Dürfen wir auch mal „versagen“?

Wenn unsere Gesellschaft – oder besser gesagt: jedes einzelne Individuum – vor etwas Angst hat, dann ist es die vor dem Versagen. Der Kampf gegen das „böse Versagen“ beginnt ja schon in der Schule: gute Noten nach Hause zu bringen, ist der einzige „Job“, den man als Kind hat. Der einzige? Klar, neben dem Instrumental- und dem spezifischen Sportunterricht. Allenfalls wird man auch noch anderweitig musisch oder – wenn man Glück hat, und ich meine das wirklich ehrlich, sprachlich gefördert. Bei mir persönlich war das alles der Fall. Dafür bin ich meinen Eltern unbeschreiblich dankbar. Trotzdem soll es in diesem Beitrag um das Versagen und die unsägliche Angst davor, gehen. Wo waren wir stehen geblieben? Weiterlesen