Der Reiz des Unbekannten: Wieso will man eigentlich immer das, was man nicht hat?

Manchmal ist man völlig eingefahren und will etwas unbedingt. Und es ist möglich, dass man das jahrelang will und darauf hinarbeitet, bis man es hat. Und wenn man es hat, ist man eine Zeit lang zufrieden (und vielleicht sogar glücklich), bis man etwas Neues entdeckt, was einen dann reizt und was man dann unbedingt haben will. Nur manchmal kann man nicht alles haben (eigentlich meistens) und dann kommt das Dilemma: Lässt man etwas sausen, was man sich so lange ersehnt und gewünscht hat, nur um etwas Neues zu haben, von dem man allerdings gar nicht weiss, ob es einem denn gefallen würde, wenn man es hätte? Oder besinnt man sich vernünftigerweise darauf, was man endlich erreicht hat und gibt sich damit zufrieden? Weiterlesen

Worüber wir nicht reden: Suizid.

Die Einleitung sollte ursprünglich so aussehen: Aus aktuellem Anlass habe ich mich entschieden, über das Thema Suizid zu schreiben. Dann dachte ich aber: Der Anlass ist nicht so aktuell. Das Thema ist zwar omnipräsent, aber mein persönlicher Anlass liegt schon eine ganze Weile zurück und jährt sich. Um genau zu sein heute – heute zum zwölften Mal. Und vielleicht ist er deshalb eben auch immer aktuell, weil er für mich eine bedeutende Rolle in meinem Leben spielt. Spielte. Und wahrscheinlich immer noch spielt. Denn er hat Narben hinterlassen. Weiterlesen

Und was soll Freundschaft noch bedeuten?

Dinge ändern sich, ich weiss. Menschen ändern sich, ich weiss. Lebensphasen und -entwürfe, ja Ziele ändern sich. Interessen ändern sich. Und Freundschaften ändern sich. Freundschaften verändern uns. Menschen haben einen Einfluss auf uns, insbesondere Freunde. Gute Freunde.

Freunde kommen, sagt man, und bleiben. Partnerschaften sind manchmal viel volatiler. Freundschaften sind oft zäher, dauerhaft. Manche. Manche nicht. Manche Beziehungen sind dauerhaft. Und doch wissen wir: Partner können in dein Leben kommen und wieder gehen. Und wenn sie weg sind, sind sie weg. Freunde bleiben. Meistens. Weiterlesen

Das Glück einfangen.

Liebe Leser,

kennt ihr die Momente im Leben, manchmal sind es sogar längere Phasen, in denen ihr einfach nur glücklich seid? Jene Momente, in denen die eine Glückssträhne auf die nächste folgt und ihr fühlt euch, als würdet ihr gerade eurem Leben zuschauen und als könntet ihr so viel Glück gar nicht fassen – oder verarbeiten. Manchmal ist das Leben einfach perfekt. Punkt. Manchmal fehlt nichts, nichts stört, nichts ist zu viel, nichts bereitet euch Sorgen – im Gegenteil: alles ist gerade so, wie ihr es euch in euren Träumen vorgestellt habt? Absolut alles! Weiterlesen

Manchmal ist die Welt dunkel und meine Seele zerrissen.

Es gibt Momente im Leben, das können Stunden, Tage, sogar Wochen oder Monate sein, in denen wir betrübt sind, in denen wir uns einfach nur verkriechen und uns von der Welt abschotten wollen, in denen wir uns fragen, was das alles hier eigentlich solle und keine Antwort darauf finden. Momente, in denen wir wissen wollen, weshalb die Dinge sind (oder werden), wie sie sind, – als gäbe es eine allgemeine Informationsinstanz, die uns diese Frage beantworten würde. Wir stellen die Fragen dem Universum, wir stellen sie Gott oder einfach einer namenlosen Stelle und wissen insgeheim, dass unsere Frage nicht beantwortet wird. Nicht jetzt. Vielleicht merken wir eines Tages, was das alles sollte, welche Bedeutung es hatte, worin das Gute im Schlechten lag, aber in diesen Momenten, in denen unser Herz zerrissen und unsere Seele zutiefst betrübt ist, sehen wir das Licht am Ende des Tunnels nicht. Wir sehen das Licht nicht, aber wir wissen, dass es da ist. Nur weil wir etwas nicht sehen, heisst es nicht, dass es nicht da ist. Weiterlesen

Vom Anfang und Ende. Mein Jahr 2016 – eine Zwischenbilanz.

Es ist noch zu früh für einen Jahresrückblick. Dennoch verspüre ich, sobald es kälter wird, das Bedürfnis, mein bisheriges Jahr Revue passieren zu lassen. Und da ich das in Gedanken ohnehin schon mache und mir überlegt habe, was ich um Weihnachten herum wohl für einen Jahresrückblick-Beitrag schreiben würde, kann ich jetzt schon meine Gedanken verschriftlichen. Manchmal hilft es, wenn man die Ereignisse in Erinnerung ruft. Es hilft wobei, werdet ihr euch fragen. Ich formuliere es mal vorsichtig so: Es hilft dabei, sich in einem Moment nicht nur auf die aktuellen Ereignisse zu versteifen. Und ich glaube, diese Hilfe könnte mir im Moment gut tun. Daher schon mal eine persönliche Zwischenbilanz für 2016. Weiterlesen

Ich kündige. Wieso der Neid?

Seitdem es kein Geheimnis mehr ist, dass ich meine Stelle gekündigt habe, ernte ich viel Neid (oder Bewunderung?). Ich merke, wie die Menschen einerseits völlig schockiert sind, dass man kündigt, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben. Aber ich merke anderseits auch, dass mich die allermeisten Menschen wirklich beneiden und sie sagen es mir auch so. Eine Stelle zu kündigen – eine Sicherheit aufzugeben –, ohne eine neue Stelle wenigstens in Aussicht zu haben, stellt ein Risiko dar. Und dieses Risiko gilt es zu nehmen. Ist das Leben nicht per se ein Risiko? So viele Entscheidungen treffen wir, warum also nicht auch diese? Diese wichtige? Weiterlesen