Darf man sich eigentlich fremd-verlieben?

Wahrscheinlich haben es die meisten von uns schon erlebt: Wir haben uns fremd-verliebt. Das heisst: Wir sind zwar vergeben, aber verlieben uns in einen anderen. Oder wir schwärmen für ihn. Oder stehen auf ihn. Er wirbelt den ganzen Staub auf, verschafft uns Schmetterlinge im Bauch und unsere Phantasie kann sich nur noch auf ein Wiedersehen mit ihm konzentrieren. Weiterlesen

Fight for this love

Manche Lieder verbinden wir mit Lebensphasen, manche mit einem bestimmten Menschen und dann gibt es Lieder, die wir mit einer ganz bestimmten Situation verbinden, an die wir uns ganz genau erinnern können. Wir wissen, was wir damals gedacht, gefühlt haben, vielleicht erinnern wir uns auch noch an den Geruch, das Wetter usw. So ein Lied für mich ist „Fight for this love“ von Cheryl Cole.

Das Lied ist alt, ich weiss. Aber meine Erinnerung ist gewissermassen auch alt. Um genau zu sein, fast sieben Jahre alt oder älter. Das Lied kannte ich, ich mochte es sogar, ja, ich mag es heute noch. Ich finde die Botschaft schön. Es geht darum, dass die Liebe eben manchmal auch schwierig ist und man für die Liebe kämpfen soll. Weiterlesen

Über das krampfhafte Festhalten an der eigenen Beziehung

Wer kennt es nicht: Wir führen eine Beziehung und wissen genau, dass diese Beziehung schon lange ihren Höhepunkt überschritten hat und nun ohne Halt ins Nichts stürzt. Oder sie ist konstant auf einem tiefen Niveau – die Beziehung ist meistens in Ordnung, aber auch nicht das Wahre. Es ist o.k, man versteht sich gut, kennt den anderen, man ergänzt sich in alltäglichen Dingen und belügt sich damit, dass es alleine auch nicht besser wäre. Weiterlesen

In allen Welten des Leides und der Lust bist du der Inbegriff meiner Bewunderung und Freude

„Ich liebe dich, ich liebe dich, mein Herz ist eine Rose, die unter deiner Liebe erblüht ist, mein Leben ist eine Wüste, die der köstliche Hauch deines Atmens kühlt, deren klare Brunnen deine Augen sind (…). Liebe mich immer, liebe mich immer. Du bist die höchste, die vollkommene Liebe meines Lebens, eine andere kann es nicht geben. (…) O süssester Knabe, geliebteste Liebe, meine Seele umfasst deine Seele, mein Leben ist dein Leben, und in allen Welten des Leides und der Lust bist du der Inbegriff meiner Bewunderung und Freunde.“ Weiterlesen

Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Oder?

Je älter ich werde, desto weniger verstehe ich die Männerwelt. Es gibt doch diesen Moment, in dem eine Sache vorbei ist. Und wenn sie es ist, dann verstehe ich sie so. Und nicht anders. Vorbei heisst nicht, dass man sich alle paar Wochen oder Monate (oder Jahre!) beim anderen meldet mit der Frage, ob man sich wieder einmal treffen könnte. Wozu denn auch? Warum sollte man kalten Kaffee aufwärmen? Warum sollte man eine einst abgeschlossene Geschichte künstlich aufrecht erhalten oder gar neu aufflammen lassen wollen? Ich finde klare Verhältnisse wichtig. Weiterlesen

Neulich: Teenager-Sorgen (Liebeskummer)

Ich sehe diese junge Frau weinen und – tollpatschig, taktlos und übermässig einfühlsam, wie ich meistens bin – frage ich geradeheraus: Was ist los? (Wieso habe ich bloss immer das Gefühl, helfen zu müssen? Oder mich einmischen zu müssen? Oder meine Hilfe anbieten zu müssen?) Da ich den Teenager gerade in einer Phase unmöglichen Zusammenreissens erwische (ob mir das in diesem Moment eigentlich klar ist?), sagt die junge Frau (und bereut es im gleichen Moment wahrscheinlich wieder): Mein Fast-Freund ist mit seiner Ex ins Bett gegangen. Hoppla, denke ich. Und: Was hat dich geritten, dich in die Probleme anderer einzumischen, frage ich mich. Nun gut, jetzt bin ich drin – sozusagen beteiligt. Weiterlesen

Was du wohl sagen würdest?

Seitdem ich dich kennen gelernt hatte, war mir klar, dass ich mich nicht in dich verlieben durfte. Es ist und war aussichtslos. Gefühle für einen Mann zu haben, der nie meiner sein kann, ist verschwendeter Herzschmerz – ist nicht einmal schöner Herzschmerz, sondern eine Sackgasse. Man leidet nur. Natürlich ist manchmal auch Liebeskummer schön; weinen kann sehr befreiend sein. Aber in unserem Fall wären Gefühle völlig deplatziert. Das wussten wir beide von Anfang an. Ja, es war einmalig, es war ein Blitz, der einschlug, ohne dass wir uns rational oder emotional hätten wehren können. Aber wir konnten uns danach gegen unsere Begierde wehren, gegen unsere Gefühle. Wir konnten alles daran setzen, uns nicht nahe zu kommen (was wir auch in gewisser Weise taten und tun). Weiterlesen