Vom Anfang und Ende. Mein Jahr 2016 – eine Zwischenbilanz.

Es ist noch zu früh für einen Jahresrückblick. Dennoch verspüre ich, sobald es kälter wird, das Bedürfnis, mein bisheriges Jahr Revue passieren zu lassen. Und da ich das in Gedanken ohnehin schon mache und mir überlegt habe, was ich um Weihnachten herum wohl für einen Jahresrückblick-Beitrag schreiben würde, kann ich jetzt schon meine Gedanken verschriftlichen. Manchmal hilft es, wenn man die Ereignisse in Erinnerung ruft. Es hilft wobei, werdet ihr euch fragen. Ich formuliere es mal vorsichtig so: Es hilft dabei, sich in einem Moment nicht nur auf die aktuellen Ereignisse zu versteifen. Und ich glaube, diese Hilfe könnte mir im Moment gut tun. Daher schon mal eine persönliche Zwischenbilanz für 2016. Weiterlesen

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Das ist doch nicht normal: Über Arbeitssklaven im 21. Jahrhundert.

Immer wieder stolpere ich über Sklaven des 21. Jahrhunderts. Ihr kennt die Spezies Mensch bestimmt auch: Sonntags noch schnell das erledigen, was unter der Woche liegen geblieben ist. Selbstverständlich unbezahlt. Zehn- oder Zwölfstundentage fünf Tage die Woche. Selbstverständlich unbezahlt. Schliesslich verfügt das moderne Unternehmen von heute über keine Stempeluhren. Alles inklusive. Erwartet wird eine bedingungs- und grenzenlose Hingabe, Einsatz, Initiative, Engagement. Schliesslich wird man dafür bezahlt. Verhältnismässig schlecht, aber immerhin hat man eine Arbeitsstelle und wenn man sich weigert, all die Extras zu leisten, ist man schneller weg als man glaubt. Unternehmen setzen ihre Mitarbeiter massiv unter Druck mit der Tatsache, dass sie – die Arbeitnehmer – jederzeit ersetzbar sind. Und das Tragische daran: Sie sind tatsächlich problemlos ersetzbar! Es findet sich immer ein Esel (sorry), der den Arbeitswahnsinn mitmacht. Einer wird es eben schon machen, weil irgendeiner auf den Lohn angewiesen ist. Weiterlesen

Wer sagt uns eigentlich danke?

Im Allgemeinen sind wir stets bemüht, unsere Arbeit so gut wie möglich auszuführen. Wir sind bestrebt, die uns aufgetragenen Aufgaben mit viel Hingabe verantwortungsvoll und rechtzeitig zu erledigen, verbessern uns ständig, bilden uns weiter, erweitern unseren Horizont. Wenn es nötig ist, bleiben wir auch mal länger im Büro und nehmen in Kauf, dass wir spät nach Hause kommen. Wir vernachlässigen unser Privatleben und uns selbst, damit die Arbeit nicht auf der Strecke bleibt. Wir sind bemüht, immer freundlich und gut gelaunt zu sein, unsere Arbeit gewissenhaft und tadellos auszuführen, uns nicht zu beschweren – dankbar zu sein. Weiterlesen