Über Menschen mit viel Geld – und was sie damit tun

Klar, im Vergleich zur Weltbevölkerung gehöre ich wohl zu den 10% Reichsten. Aber im Vergleich zur Mitbevölkerung in der Schweiz bin ich wohl irgendwo im (unteren) Mittelfeld anzusiedeln. Also ein gesunder Durchschnitt. Reden wir heute aber über die Reichen jenseits dieser Durchschnittsgrenze. Ich möchte euch gerne eine wahre Geschichte erzählen: Über den Umgang mit Geld. Mit viel Geld, um genau zu sein. Weiterlesen

Irgendetwas fehlt immer. Oder ist zu viel.

Früher dachte ich, das Leben sei einfach. Vielleicht war es das früher auch. Man hat sich nicht so viele Gedanken gemacht. Als Studentin habe ich mal diesen, mal jenen Job gemacht und es war o.k. Von Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung auf der Arbeit war keine Rede. Das kam mir gar nicht in den Sinn. Wie hätte ich mich auch selbst verwirklichen sollen, wenn ich gerade ungesunde Süssgetränke am Bahnhof verteilt und damit trotzdem den Passanten eine Freude gemacht habe? Oder wie hätte ich mich glücklich und erfüllt fühlen können, als ich den ganzen Tag ohne Tageslicht in einem Elektronikmarkt verbrachte und Drucker verkaufte, während mich die potentiellen Käufer mit Fragen löcherten, die ich in keiner Weise – weder kompetent noch inkompetent – beantworten konnte? Oder wenn sie mal das Bedürfnis hatten, sich bei jemandem (zum Beispiel bei mir) auszukotzen, weil ihr Antrag, eine unnötige Neuanschaffung auf Kredit zu „kaufen“, abgelehnt wurde. Oder weil sie mit ihrer Thai-Frau gerade nichts Besseres zu tun wussten, als den ganzen sonnigen Tag in einem fensterlosen Laden zu verbringen. Oder, oder, oder. Nein, früher war das einfach: Arbeit war das, was man tat, um einen Geldbetrag auf das Konto überwiesen zu bekommen. Punkt aus. So einfach war das. Weiterlesen