Irgendetwas fehlt immer. Oder ist zu viel.

Früher dachte ich, das Leben sei einfach. Vielleicht war es das früher auch. Man hat sich nicht so viele Gedanken gemacht. Als Studentin habe ich mal diesen, mal jenen Job gemacht und es war o.k. Von Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung auf der Arbeit war keine Rede. Das kam mir gar nicht in den Sinn. Wie hätte ich mich auch selbst verwirklichen sollen, wenn ich gerade ungesunde Süssgetränke am Bahnhof verteilt und damit trotzdem den Passanten eine Freude gemacht habe? Oder wie hätte ich mich glücklich und erfüllt fühlen können, als ich den ganzen Tag ohne Tageslicht in einem Elektronikmarkt verbrachte und Drucker verkaufte, während mich die potentiellen Käufer mit Fragen löcherten, die ich in keiner Weise – weder kompetent noch inkompetent – beantworten konnte? Oder wenn sie mal das Bedürfnis hatten, sich bei jemandem (zum Beispiel bei mir) auszukotzen, weil ihr Antrag, eine unnötige Neuanschaffung auf Kredit zu „kaufen“, abgelehnt wurde. Oder weil sie mit ihrer Thai-Frau gerade nichts Besseres zu tun wussten, als den ganzen sonnigen Tag in einem fensterlosen Laden zu verbringen. Oder, oder, oder. Nein, früher war das einfach: Arbeit war das, was man tat, um einen Geldbetrag auf das Konto überwiesen zu bekommen. Punkt aus. So einfach war das. Weiterlesen

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Wenn Frauen im Alter unserer Mütter uns das Arbeitsleben schwer machen…

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mich (leider) seit Jahren beschäftigt und begleitet. Ich habe mittlerweile erfahren, dass nicht nur ich „betroffen“ bin, sondern dass es vielen Frauen um die Dreissig oder jünger ähnlich geht. Ich würde sagen, dass es zwei Arten von Frauen ab 45 gibt: Die, mit denen man sich hervorragend versteht und die, die uns grundlos Böses wollen. Weiterlesen