Ich auf der Spur des Glücks

Das Glück beschäftigt mich schon seit langem. Und wenn ich darüber schreiben möchte, so muss ich zuerst definieren, was Glück ist. Aber ich möchte es einfach dabei belassen: Sprechen wir über das Glück, ohne es zu benennen. Denn für jeden bedeutet Glück etwas Anderes. Glück haben und glücklich sein sind auch verschiedene Paar Schuhe. Aber nehmen wir einfach das, was für jeden einzelnen von uns Glück und glücklich sein bedeutet. Vermutlich würde jeder beide Begriffe unterschiedlich beschreiben, deuten, ganz unterschiedliche Beispiele dafür machen. Hoffentlich Beispiele aus dem eigenen Leben… Weiterlesen

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Irgendetwas fehlt immer. Oder ist zu viel.

Früher dachte ich, das Leben sei einfach. Vielleicht war es das früher auch. Man hat sich nicht so viele Gedanken gemacht. Als Studentin habe ich mal diesen, mal jenen Job gemacht und es war o.k. Von Selbstbestimmung oder Selbstverwirklichung auf der Arbeit war keine Rede. Das kam mir gar nicht in den Sinn. Wie hätte ich mich auch selbst verwirklichen sollen, wenn ich gerade ungesunde Süssgetränke am Bahnhof verteilt und damit trotzdem den Passanten eine Freude gemacht habe? Oder wie hätte ich mich glücklich und erfüllt fühlen können, als ich den ganzen Tag ohne Tageslicht in einem Elektronikmarkt verbrachte und Drucker verkaufte, während mich die potentiellen Käufer mit Fragen löcherten, die ich in keiner Weise – weder kompetent noch inkompetent – beantworten konnte? Oder wenn sie mal das Bedürfnis hatten, sich bei jemandem (zum Beispiel bei mir) auszukotzen, weil ihr Antrag, eine unnötige Neuanschaffung auf Kredit zu „kaufen“, abgelehnt wurde. Oder weil sie mit ihrer Thai-Frau gerade nichts Besseres zu tun wussten, als den ganzen sonnigen Tag in einem fensterlosen Laden zu verbringen. Oder, oder, oder. Nein, früher war das einfach: Arbeit war das, was man tat, um einen Geldbetrag auf das Konto überwiesen zu bekommen. Punkt aus. So einfach war das. Weiterlesen