Man sollte immer verliebt sein. Das ist der Grund, warum man nie heiraten sollte. (Oscar Wilde, 1893)

Kürzlich stolperte ich lesend über das obige Zitat, welches ich mir für den Titel dieses Beitrags von Oscar Wilde – Gott habe ihn selig – ausgeliehen habe. Oscar Wilde habe ich schon einige Male in meinen Beiträgen erwähnt, denn ich finde seine Aussagen und seine Liebesbriefe höchst intelligent und zugleich ergreifend. Er versteht es perfekt, Nähe und Distanz zu verbinden und seine Texte haben eine Wirkung wie ein Wolkenmeer, wenn ich im Flugzeug sitze. Weiterlesen

Darf man sich eigentlich fremd-verlieben?

Wahrscheinlich haben es die meisten von uns schon erlebt: Wir haben uns fremd-verliebt. Das heisst: Wir sind zwar vergeben, aber verlieben uns in einen anderen. Oder wir schwärmen für ihn. Oder stehen auf ihn. Er wirbelt den ganzen Staub auf, verschafft uns Schmetterlinge im Bauch und unsere Phantasie kann sich nur noch auf ein Wiedersehen mit ihm konzentrieren. Weiterlesen

Was du wohl sagen würdest?

Seitdem ich dich kennen gelernt hatte, war mir klar, dass ich mich nicht in dich verlieben durfte. Es ist und war aussichtslos. Gefühle für einen Mann zu haben, der nie meiner sein kann, ist verschwendeter Herzschmerz – ist nicht einmal schöner Herzschmerz, sondern eine Sackgasse. Man leidet nur. Natürlich ist manchmal auch Liebeskummer schön; weinen kann sehr befreiend sein. Aber in unserem Fall wären Gefühle völlig deplatziert. Das wussten wir beide von Anfang an. Ja, es war einmalig, es war ein Blitz, der einschlug, ohne dass wir uns rational oder emotional hätten wehren können. Aber wir konnten uns danach gegen unsere Begierde wehren, gegen unsere Gefühle. Wir konnten alles daran setzen, uns nicht nahe zu kommen (was wir auch in gewisser Weise taten und tun). Weiterlesen